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Eine Stimme, die noch lange nachhallt

NEUSTADT. Einer Mischung von Jazz, traditioneller Musik und Chansons hat sich die junge Sängerin Marie Séférian verschrieben. Am Samstag begeisterte ihr Quartett beim Jazz-Club Neustadt im "Steinhäuser Hof". Wer den Namen noch nicht kannte – Preisträger beim Berlin Jazz Award 2009 – , für den verbindet er sich jetzt mit einer Stimme, die lange im Ohr nachhallt.

Marie Séférian, Jahrgang 1984, zierlich, doch mit großem Klangvolumen, ist eine Meisterin auch der leisen Töne. Und immer wieder, das macht den ganz besonderen Reiz ihrer Interpretationen und Kompositionen aus, schimmert stimmlich und melodisch ihre Liebe zur orientalischen Musik durch. Schließlich hat sie französische Vorfahren und libanesische Wurzeln.
Orientalisch angehaucht lässt sie Klassiker wie Michel Legrands „Windmills of your Mind“ ertönen, erzeugt mit ihrer variablen Stimme Klänge wie die Töne einer Windharfe oder eines Didgeridoos. Ihre Eigenkompositionen zeugen von außergewöhnlicher Beobachtungsgabe und dem Talent, das Gesehene musikalisch so umzusetzen, dass sie es mit wenigen Worten, kleinen Gesten und viel Gefühl vermitteln kann. So beschreibt sie die turbulente Altstadt von Bern zum Großteil lautmalerisch mit gesungenen Silben und dem stellenweise kakophonischen Getriebenwerden der Instrumente als Wettkampf, in dem der Einzelne, die Stimme, unterzugehen droht... - Die vollständige Kritik zum Download

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